3/18 - Nebel im August: Der Fall Ernst Lossa vor Gericht

Theater-Seminar mit dem Landestheater Schwaben

Das Dokumentarstück „Nebel im August“ erzählt in der Montage einst vergessener Prozessakten, Zeugenaussagen und Berichte von der „Euthanasie“ während des Nationalsozialismus. Eindringlich und exemplarisch nähern sich die Erinnerungen der Geschichte des jenischen Jungen Ernst Lossa, der als „Zigeunersohn“ abgestempelt in eine grausame Maschinerie gegen „unwertes Leben“ in der Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren/Irsee geriet.

Für die Uraufführung am Landestheater Schwaben in Memmingen verarbeitete der preisgekrönte Dramatiker John von Düffel umfassende Recherchen des Journalisten Robert Domes und Teile dessen gleichnamigen Jugendromans.

Berührend aber auch investigativ stellt sich „Nebel im August“ in der Inszenierung von Kathrin Mädler den Widersprüchen, Irrationalitäten und der Logik dieses Kapitels deutscher Geschichte. Das Stück stellt Fragen nach den Ängsten vor dem Fremden, Vielfältigen und Unangepassten.

Das in Kooperation mit dem Landestheater Schwaben und der Schwabenakademie Irsee durchgeführte Seminar beginnt am Freitagnachmittag mit einführenden historischen Informationen in Kloster Irsee, am Abend folgt ein Aufführungsbesuch in Memmingen. Am nächsten Vormittag schließt sich ein Theater-Gespräch mit der Intendantin und Schauspielern in Irsee an.

Hinweis

Der Kurspreis enthält auch die Kosten für den Bustransfer Irsee/Memmingen/Irsee und den Theaterbesuch.



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