45/18 - ADHS im Erwachsenenalter

Diagnostik und Therapie

ADHS ist epidemiologisch eine der häufigsten psychischen Erkrankungen - bei Weitem nicht nur eine Erkrankung des Kindes- und Jugendalters, sondern mit einer hohen Persistenz bis ins Erwachsenenalter. Dennoch ist ADHS noch nicht so richtig in der Erwachsenenpsychiatrie angekommen.
Gründe hierfür gibt es viele: Die medikamentöse Behandlung ist erst seit ein paar Jahren zugelassen, die psychotherapeutischen Behandlungsmodule werden noch auf ihre Effizienz erforscht, einerseits befürchtet man die Überdiagnostizierung, andererseits ist man sich unsicher in der Abgrenzung zu anderen Störungen. Nicht zuletzt gibt es auch ganz offen Vorbehalte gegenüber den Betroffenen und der Therapie mit Stimulanzien.
Dennoch ist ADHS im Erwachsenenalter eine gut zu behandelnde Erkrankung, die mit Kenntnis der diagnostischen Konzepte und therapeutischen Strategien in den allermeisten Fällen ambulant gut versorgt werden kann.

Ziel dieses Seminars ist es, den Teilnehmenden anhand von Fallbeispielen und Kleingruppenarbeit fundierte Kenntnisse zum Krankheitsbild sowie zu den diagnostischen und therapeutischen Strategien (medikamentös und psychotherapeutisch) zu vermitteln, die dann in der täglichen praktischen Arbeit angewendet werden können. Darüber hinaus wird das organisatorische Konzept der ADHS-Ambulanz am Klinikum München-Ost vorgestellt.

Hinweis

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