53/18 - Soziodrama zur Reflexion von Einflüssen auf Haltung und Arbeit in Psychiatrie und Maßregelvollzug

"... und plötzlich steht die Kanzlerin im Raum!“

Das Handeln in Institutionen wie MRV und Psychiatrie ist kontinuierlich beeinflusst von politischen, sozialen und demografischen Veränderungen.
Überrascht stellen wir z.B. fest, dass wir migrierte Patienten entweder (wie früher) als „Migranten“ sehen und Ihnen so begegnen oder sie inzwischen stärker als „Flüchtlinge“ wahrnehmen und behandeln - so kommt dann z.B. auch die Kanzlerin ins Spiel!

Mit Hilfe des lebendigen und aktionsnahen Soziodramas lässt sich betrachten, welche Personen und Institutionen da mit welchen Zielen und Motiven am Werke sind und das Geschehen vor Ort mitbestimmen. Anspruchsgruppen und ihre Erwartungen werden ebenso transparent wie unsere Reaktionen und die der Institutionen auf diese. Mit der Reflextion solcher Beispiele ist es möglich, Patientenentwicklungen, Konzeptdiskussionen, Teamkonflikte einzuordnen, die eigene Autonomie zu behalten und zu entscheiden, welchen „Herren (und Damen) wir dienen wollen“.

Ziele
Am Ende des Seminars verfügen die Teilnehmenden über Grundwissen zu gesellschaftlichen Einflüssen auf Organisationskulturen sowie zum Soziodrama und seinen Methoden. Sie haben an verschiedenen Beispielen aus der Gruppe die Chancen dieser Methode erlebt und verfügen über praxisnahe Handlungsalternativen zu ihren eigenen Themen und Fragen.

Methoden
Theorie-Input im Wechsel mit soziodramatischen Erkundungen, Praxissimulation und Reflexionsrunden in Plenum und Kleingruppenarbeiten.



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