58/18 - Therapeutische Kompetenzen für die psychiatrische Pflege

Die Wirkung der Pflege verstärken

Ein zentrales Merkmal der täglichen Arbeit in der klinischen Psychiatrie und Psychotherapie ist die Konfrontation mit verschiedensten Erlebens- und Verhaltensweisen von Patienten, die mehr oder weniger ungewöhnlich, manchmal auch befremdlich wirken. Auf jeden Fall aber sind sie herausfordernd, wenn wir uns fragen, wie dies zu verstehen und richtig damit umzugehen sei.
Hierzu gehören z.B. eher auffällige Phänomene wie Impulsdurchbrüche, Angstzustände, Selbstverletzungen und verschiedenste dissoziative und regressive Verhaltensweisen. Genauso wichtig sind aber auch diskretere Erscheinungen wie z.B. ausgeprägter Rückzug, Vermeidung, zwanghaftes Grübeln, Handlungshemmung, generelle Unsicherheit usw., die auch von Berufserfahrenen manchmal nicht spezifisch genug wahrgenommen werden und damit keinen Anlass für therapeutisches Handeln geben.

Das Anliegen dieses Seminars ist es, einige der zentralen psychischen Mechanismen, die für die oben genannten Phänomene verantwortlich sind, im Lichte der neueren Forschung (psychologische Disziplinen, Neurowissenschaften, evidenzbasierte Psychotherapiekonzepte) besser zu verstehen und daraus zielgerichtete, therapeutische Handlungsmöglichkeiten für die Teilnehmer abzuleiten.

Der Seminarinhalt ist ausdrücklich Diagnose-übergreifend, da sich die vorgestellten Modelle auf grundlegendere psychische Ebenen beziehen, aus denen sich die individuell ausgeprägten Erscheinungsformen ableiten. Das Seminar verbindet Theorie und Praxis. Die theoretischen Inhalte werden jeweils an Beispielen aus der Praxis veranschaulicht. Fallbeispiele der TeilnehmerInnen sind willkommen.



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