66/18 - Zielfindungsprozesse mit forensischen Patienten

"Der Patient sagt uns das, von dem er glaubt, dass wir es hören wollen."

Forensische Patienten befinden sich in einer besonderen Lebenssituation, aufgrund ihres Status zeigt sich ihre Zukunftsperspektive häufig unklar und wenig spezifisch. Gleiches gilt für uns als Behandler in solchen Kontexten. Auftretende beiderseitige Ermüdungsprozesse innerhalb der Behandlung sind oft die Folge und erschweren die Therapie unnötig.
Die Frage nach einer positiv formulierten und realistischen Perspektive ist, insbesondere im Maßregelvollzug, nicht immer leicht zu beantworten. Zielzustände sind manchmal sowohl für Patienten als auch für Behandler nicht salient oder sie sind ambivalent. Diese Konstellation kann ihrerseits zu Orientierungslosigkeit, Grübeln, Sorgen und hohem Leidensdruck bei Patienten führen (Koban & Willutzki, 2001) und somit den Verlauf psychischer Erkrankungen negativ beeinflussen.

Vor diesem Hintergrund wurde ein Gruppenprogramm entwickelt, das die Entwicklung einer realistischen Zielperspektive unterstützt, um Demoralisierung abzubauen und Selbstwirksamkeit und Änderungsmotivation aufzubauen. Die Interventionen können die Struktur, den Prozess und auch die therapeutische Beziehung günstig beeinflussen.
Neben der Darstellung theoretischer Überlegungen zur Entwicklung dieses Gruppenmanuals werden einzelne Materialien vorgestellt und besprochen und vor dem Hintergrund ausgewählter Fallbeispiele diskutiert. Positive Effekte sowohl auf Behandler- als auch auf Patientenseite können erzielt werden.

Hinweis

BLÄK/PTK-Punkte werden beantragt!



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