71/18 - Gewalt - was tun?

Einführung in die Gewaltberatung

Gewalttäter sind meist Wiederholungstäter. Was geschieht mit diesen Tätern?
Um die Opfer zu schützen und Gewalt dauerhaft zu verhindern, ist Täterarbeit notwendig.
Gewalt ist kein Zeichen von Stärke, sondern dient dem Aufrechterhalten des Bildes, Herr der Lage zu sein, die Situation kontrollieren zu können, sich nichts bieten zu lassen. Gewalt dient dem Vermeiden des Blicks in den Spiegel.

Gewaltberatung und Tätertherapie halten dem Täter den Spiegel vor und begleiten ihn beim Schock, wenn er sich darin erkennt. Alleine vermeidet er den Schock, in der Begleitung kann er ihm weder ausweichen noch ihn umdeuten. Durch die therapeutische Begleitung wird aus dem Schock heilsames Wachstum.
Wir benennen die Gewalt unmissverständlich und bieten gleichzeitig Unterstützung. Wir verurteilen die Gewalt und schenken dem Täter unsere Aufmerksamkeit. Gewalt beinhaltet auch immer die Abgabe der Verantwortung für die Tat. Deshalb bedeutet Gewaltberatung die unmissverständliche Übergabe der Verantwortung an den Täter: er ist dafür verantwortlich, nur er kann weitere Gewalt verhindern. Dass er diese Verantwortung wirklich übernimmt, ist schon ein wichtiger Teil der Arbeit. Gewaltberatung bietet die Chance zur Veränderung und damit zu einer Zukunft ohne Gewalt.

Das Seminar bietet einen Einblick in die Arbeitsweise der Gewaltberatung und vermittelt Handwerkszeug, um in der Arbeit mit Tätern die eigene Handlungskompetenz zu erweitern.

Seminarinhalte
- Unterschiede zwischen Gewalt und Aggression und die Folgen für die Arbeit
- Ursachen von Gewalt, Sinn und Funktion von Gewalt
- Unterschiede und Berührungspunkte von Täterarbeit und Opferarbeit
- Gewaltdynamik
- der Gewaltkreislauf
- Prinzipien in der Arbeit mit Tätern

Hinweis

Bitte bringen Sie eigene Fallbeispiele mit.

BLÄK/PTK-Punkte werden beantragt!



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